„Finger weg“ von den sog. Druckkostenzuschuss-Verlagen!

Ein herzliches „Hallo“ in die Runde 😉

Wie einige von euch ja wissen, waren wir, dass heißt, meine Tochter Claudia (www.cm-coverdesign.de), Jungautorin: Laura Müller und ich am letzten Wochenende auf der „Buchmesse im Ried“ als Ausstellerinnen vor Ort. – Eine ganz tolle, ich möchte sogar sagen, familiäre Buchmesse, die bereits seit etlichen Jahren besteht.

Wir alle hatten viel Spaß miteinander, haben wieder viele nette Menschen kennen gelernt und konnten auch etliche neue Kontakte knüpfen. Ich persönlich freue mich auch immer darüber, auf den Buchmessen bereits bekannte Autoren und Autorinnen wieder zu treffen und ein paar schöne Stunden miteinander zu erleben.

An diesem Wochenende haben wir es aber auch mit einem sog. Druckkostenzuschussverlag zu tun gehabt. Wer mein Buch: Selfpublisher mit Leidenschaft, kennt, weiß ja bereits, wie ich dazu stehe und weiß auch, dass ich auch in meinem Buch vor diesen Verlagen warne.

Aber leider gibt es immer noch viel zu viele angehende Autoren/innen, die auf genau solch dubiose Verlage hereinfallen. Ihr Lieben, wirklich, … Finger weg, von solch fragwürdigen Verlagen. Die versprechen euch das Blaue vom Himmel, bringen euch um euer hart verdientes Geld und am Ende habt ihr Unmengen eurer Bücher, die ihr im Keller stapeln könnt, denn Unterstützung bekommt ihr von diesen Verlagen in keinster Weise.

Wer sein Buch über einen Verlag veröffentlichen möchte, der sollte wirklich nur mit Verlagen zusammenarbeiten, die kein Geld im Voraus von euch haben wollen. Es gibt unzählige, wirklich gute Verlage, die auch korrekt arbeiten und in eurem Interesse handeln. Alternativ kann man sein Buch ja auch in Eigenregie herausbringen – aber man sollte das niemals über einen Druckkostenzuschuss-Verlag machen.

Nun ja, untereinander hatten wir unseren Spaß an diesem Typen – sorry, einen anderen Ausdruck finde ich für diesen Herrn nicht. – Bereits am Samstag tauchte er an unserem Stand auf und nahm sich gleich mein Buch Selfpublisher mit Leidenschaft, schaute durch das Inhaltsverzeichnis und las dann in das Kapitel: „Selfpublisher oder Verlag?“, rein. Es dauerte auch gar nicht lange, bis er den entsprechenden Absatz fand, den ich Druckkostenzuschuss-Verlagen in meinem Buch gewidmet habe 😉 und er anfing, uns darüber aufzuklären, wie toll doch sein Verlag wäre und wie gut er als Druckkostenzuschussverlag seine Autoren/innen betreuen würde.

In der Tat, das haben wir an dem Wochenende ja einige Male hautnah erlebt, wie gut er sich um den Verkauf seiner Verlagsautoren-Titel kümmert, da er seinen Stand in unmittelbarer Nähe zu uns hatte. Mehrfach standen 3, 4, manchmal sogar 5 interessierte Besucher/innen vor seinem Stand, die an dem einen oder anderen Titel interessiert waren, aber der gute Herr war in der Halle unterwegs um neue Opfer für seinen Verlag zu finden. Ihn interessierte es überhaupt nicht, dass Kunden vor seinem Stand auf ihn warteten. Er lies in diesen 2 Tagen auch keinen Stand aus, um alle darüber zu informieren, wie toll doch sein Druckkostenzuschussverlag ist und war ständig unterwegs, um neue Autoren/innen zu akquirieren.

Der absolute Gipfel war, als er dann doch mal für kurze Zeit an seinem Stand war, dass er zu einem Interessenten gesagt hatte, er solle „morgen“ wiederkommen, da er Feierabend hätte. Dieser Kunde kam auch zu uns an den Stand, unterhielt sich lange mit Laura und kam anschließend zu mir und nach einem längeren Gespräch kaufte er dann mein Selfpublisher-Buch. Ein total netter Kunde, der auch wirklich interessiert war, weil er ein Buch schreiben wollte. Ich schreibe euch das hier auf, um einfach mal darzustellen, wie diese Verlage drauf sind und wie sie arbeiten.

Die Druckkostenzuschussverlage wollen eurer Geld, und das ist oftmals eine hübsche Summe im 4-stelligen Bereich, bringen auch eure Bücher raus, aber das war’s dann aber auch, mehr passiert nicht. In vielen Fällen müsst ihr sogar noch etliche „Eigenexemplare“ von diesen Verlagen kaufen, damit sich die Druckkosten angeblich für den Verlag decken.

Nach einer Weile wurde mir das dann zu bunt und ja, das habe ich wirklich noch nie gemacht, aber dieser Typ, das war echt der Gipfel. Ich hab ihn zu guter Letzt mitten im Gespräch einfach am Stand stehen lassen und bin raus gegangen, weil ich keine Lust mehr hatte, mir diesen ganzen Bullschitt anzuhören. Leider mussten meine Tochter und Laura den Rest über sich ergehen lassen, bis er dann endlich von Dannen zog.

In diesem Sinne, ihr Lieben … Augen und Ohren auf, wenn ihr auf der Suche nach einem Verlag für euer Buch seid. Und wenn ihr euch unsicher seid, sprecht Autoren oder Autorinnen an, die bereits bei einem Verlag sind, da bekommt ihr sicher gute Tipps und auch Unterstützung.

Vielleicht habt ihr auch schon Erfahrungen mit Druckkostenzuschuß-Verlagen gemacht – dann schreibt doch mal eure Erlebnisse im Kommentarfeld, das ist sicher für viele angehende Autoren/innen interessant und auch hilfreich.

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