Schade, schade, schade … Das Netz wimmelt inzwischen von „Möchte-gern-Autoren“, die ihre Bücher von Ghostwritern schreiben lassen

Diese Entwicklung finde ich persönlich sehr, sehr schade! Dank der vielen angeblichen Coaching-Profis für Internetmarketing, die sich derzeit extrem stark in den Sozialen Medien tummeln, mit ihren Tipps:  Einfach zu irgend einem Thema ein Buch „schreiben zu lassen“, dies auf KDP hochzuladen und damit viel, viel Geld zu verdienen, wimmelt es derzeit von diesen Möchte-gern-Autoren nur so im Netz, bzw. bei Amazon.

Nun, worum geht es dabei? Diese Trainer empfehlen und vor allem suggerieren in ihren Kursen, dass es doch so einfach ist, ein Buch zu schreiben und damit tausende von Euro’s zu verdienen. Es werden Tipps gegeben, beispielsweise über machdudas oder ähnliche Portale, Ghostwriter zu suchen, die den jeweiligen Möchte-gern-Autoren das Buch schreiben.

Fatal finde ich, die Texte für diese Bücher werden überall im Netz geklaut (wird in den Kursen sogar empfohlen), ja, sogar auch aus bestehenden Büchern geklaut, dann umgeschrieben und anschließend als das eigene Buch herausgegeben. Ich habe mir interessehalber genau so einen Kurs einmal gekauft, weil ich wissen wollte, was da abgeht. – Traurig, traurig, traurig … Auch die Covererstellung solle man doch über solche Portale in Auftrag geben. Letztens habe ich bei machdudas gesehen, dass es doch tatsächlich Leute gibt, die für die Erstellung eines professionellen Covers bereit sind, max. 10 Euro zu bezahlen. Unverschämter geht es wirklich kaum noch …

Derzeit wimmelt es in machdudas nur so von Aufträgen für Ghostwriter und Covererstellung dieser Art – ganz abgesehen davon, dass die Personen, die diese Aufträge annehmen, ja auch ganz schön bescheuert sein müssen. Zum einen bekommen sie pro Wort meistens nur 1 – 2 Cent, und ja, wenn ich mir doch schon die Arbeit mache und Texte für ein Buch zusammensuche, bzw. irgendwo klaue, dann bringe ich das Buch doch besser selber raus und verdiene selbst mein Geld damit …

Von Lektorat oder mindestens einer Rechtschreibprüfung ist oftmals überhaupt keine Rede. Ganz zu schweigen davon, wie diese Möchte-gern-Autoren dann später ihre zusammengeschusterten Bücher verkauft bekommen.

Wir Autoren, die sich so viel Mühe mit unseren Büchern geben, oft etliche Stunden in das Schreiben und später das Überarbeiten der Bücher stecken, können uns dagegen nicht wehren. Wo wird das noch hinführen? Bei dieser Vorgehensweise wundert es mich überhaupt nicht mehr, dass es Leser gibt, die den Wert eines Buches überhaupt nicht mehr zu schätzen wissen. Diese Praktiken können unter Umständen sogar die ganze Branche der Selfpublisher in Verruf bringen und den ehrlichen Autoren das Leben erheblich erschweren. Schade!

Also, ihr Lieben … „Augen auf, beim Bücherkauf!“

… und ja, sollte jemand von euch unter den Lesern sein, der genau diese Praktiken anwendet, so lasst euch sagen, bis ihr tausende von Euros mit euren Büchern verdient, da muss noch viel, viel mehr passieren, als dass ihr nur die Texte anderer Leute klaut und als die eigenen ausgebt!

 

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