Abenteuer Wale / Tarifa

TARIFA – Fantastische Whale-Watching-Touren kannst du dort erleben!

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Nachdem ich im Jahr 2015 auf den Azoren so richtig auf den Geschmack gekommen war, fand im darauffolgenden Jahr eine weitere Whale-Watching-Tour in Andalusien, an der Costa de la Luz, statt. Auch in der Straße von Gibraltar sind Wale und Delfine anzutreffen. Einige von ihnen leben das ganze Jahr in diesen Gewässern, andere wiederum sind nur auf der Durchreise und auch nur zu bestimmten Zeiten anzutreffen, wie beispielsweise die Orcas.

Ausgangspunkt meiner Touren war jeweils Tarifa, der südlichste Punkt des spanischen Festlandes. Bei guter Sicht konnte man direkt bis nach Afrika schauen. Ich hatte das Glück, dass mein Hotel eine riesige Dachterrasse hatte, sodass sie einen fantastischen Ausblick auf die Straße von Gibraltar bot, aber ebenso auf das wunderschöne Hinterland von Tarifa.

Die Ausfahrten waren sehr erlebnisreich, jede Möglichkeit die sich bot, habe ich genutzt, sofern die Wetterverhältnisse es zu ließen. Es war so spannend, Action pur, wenn wir den marokkanischen Fischern zugeschaut haben. Oft war es für sie ein Wettlauf mit der Zeit und je nach dem wer schneller war, bekam den Thunfisch, der gerade an der Leine war.

Orcas sind in der Straße von Gibraltar nur im Juli und August anzutreffen, nämlich genau zu der Zeit, wenn die Thunfische zum Laichen ins Mittelmeer ziehen. Diesen folgen sie, denn Thunfisch gehört zu ihrer absoluten Lieblingsspeise. In der Straße von Gibraltar haben sie es leicht, sie brauchen nicht selbst zu jagen, sondern bedienen sich an den Langleinen der Fischer, zumal die Thunfische auch schneller als die Orcas sind. Das war jedes Mal ein Schauspiel, Spannung pur und oft haben mir die Fischer leid getan, wenn sie ihnen kurz bevor sie den Thun an Bord hatten, noch von der Leine gefressen haben.

Aber nicht nur Orcas sind in der Straße von Gibraltar anzutreffen. Es leben mehrere Gruppen Delfine dort, ebenso können auch Pottwale und Finnwale gesichtet werden. Ja, und sogar Mondfische sind in der Straße von Gibraltar zu entdecken. Wir haben zwar welche gesehen, aber auch nur, weil die Crew uns auf die Mondfische aufmerksam gemacht hatte. Was wir gesehen haben war, ca. 20 – 25 cm ihrer Rückenflosse die aus dem Wasser ragte, der restliche Fisch war unter Wasser und zu weit weg, als dass wir hätten mehr sehen können. Wir hätten sie auch bestimmt nicht entdeckt, wenn wir nicht darauf hingewiesen worden wären. Tarifa hat zudem eine wunderschöne Altstadt, die auf jeden Fall einen Besuch wert ist.

Auch über diese Reise habe ich ein Reise-Tagebuch geschrieben, sodass du diese Abenteuerreise auch ein wenig miterleben kannst, wenn du Lust auf Wale hast. Viele Bilder der einzelnen Touren ergänzen die jeweiligen Tagesberichte, aber auch Tipps zur Anreise und alles, was zu so einer Reise dazu gehört, findest du in meinem Buch.

Die nachfolgenden Abbildungen sind mein Eigentum = Bildrechte © Elisabeth Mecklenburg, Bilder anderer Herkunft sind entsprechend gekennzeichnet.









… und nun noch ein kleiner Ausschnitt aus meinem Buch: 

Nach etwa 30 bis 35 Minuten erreichten wir die ersten marokkanischen Fischerboote. Soweit das Auge reichte, überall diese kleinen Fischerboote, verteilt auf dem Meer. Meistens waren die Fischer zu dritt oder viert in den Booten. Hin und wieder war auch mal ein etwas größeres Fischerboot dazwischen, aber überwiegend waren es kleine Boote. Unsere Fahrt ging aber immer noch weiter, wir waren noch nicht am Ziel.

In den letzten Tagen hatte ich mich so einige Male gefragt, woher firmm wusste, wann die Orcas da sind und vor allem, wo sie sind. Nun, des Rätsels Lösung steckte hier bei den marokkanischen Fischern. Katharina Heyer erzählte, dass einer der Fischer vor etlichen Jahren bei firmm gearbeitet hatte. Irgendwann sei er wieder in seine Heimat gegangen und habe von da an als Fischer sein Geld verdient. Dieser Fischer informiert firmm, wenn Orcas da sind und wo sie sich aufhalten. An diesem Tag lernten wir ihn auch kennen, er war auf einem der Fischerboote, als wir bei den Orcas eintrafen. Freundlich winkend wurden wir von ihm, aber auch von all den anderen Fischern, begrüßt und schon kurz danach begann das Spektakel.

Unglaublich: 16 Orcas waren in diesem Moment um unser Boot herum. Der gesamte Clan war da, auch Klein-Wilson war dabei, worüber ich mich sehr freute. Ebenso waren die beiden männlichen Orcas dieses Familienverbundes dabei. Es ist selten, dass man beide Männchen der Gruppe zusammen sieht. Man kann sie gut an der steilen, geraden Rückenflosse (Finne) erkennen. Bei den weiblichen Schwertwalen ist die Rückenflosse leicht nach vorne gekrümmt. Je älter die männlichen Tiere sind, umso höher ist auch ihre Rückenflosse.

Ein regelrechter Krimi nahm nun seinen Lauf, sowohl unter als auch über dem Wasser. Die Wale schwammen in kleinen Gruppen von einem Fischerboot zum anderen, um zu schauen, ob Thunfische an den Langleinen angebissen hatten. Dabei orientieren sie sich meistens an den roten Bojen im Wasser. Sie kommen mit dem Kopf aus dem Wasser, schauen nach den Bojen und wenn sie eine entdeckt haben, steuern sie direkt drauf zu.

Und tatsächlich, ein Thunfisch hatte angebissen! Der Wettlauf mit der Zeit begann. Die Fischer beeilten sich, die Leinen an Bord zu holen und wie wir selbst sehen konnten, ist das gar nicht so einfach, wenn ein zappelnder Thunfisch an der Leine hängt. Ein Knochenjob, wie man so schön sagt. Jetzt kam es nur noch darauf an, wer schneller war, die Fischer oder die Orcas.

In Worten kann man gar nicht so wiedergeben, was sich hier vor unseren Augen abspielte. Die Orcas waren inzwischen abgetaucht und lauerten in der Tiefe auf den richtigen Moment, oben im Boot die Fischer, die in einem rasanten Tempo mit vereinten Kräften die Langleine einholten, um den Thunfisch ins Boot zu bekommen, bevor die Orcas ihn von der Leine fraßen.

Orcas sind schlau, sehr schlau sogar. Sie fressen nicht den ganzen Thunfisch, der Kopf bleibt stets an der Leine, denn sie wissen genau, dass dort der Haken sitzt.

Plötzlich hatte ein weiteres Boot in der Nähe einen Thunfisch an der Leine und das ganze Spektakel begann von vorn. Die Boote, die in der Nähe waren, steuerten sofort darauf zu, um den Männern an Bord zu helfen. Die Orcas waren ebenso bereits auf dem Weg zu diesem Boot und tauchten kurz vorher ab. Mit vereinten Kräften zogen die Fischer die Leine ein, aber es war zu spät, die Orcas waren diesmal schneller und hatten bereits den Thunfisch im Maul.

Weiter geht es im Buch …

Vielleicht wäre das ja auch einmal etwas für dich? – Wir haben so viele Orcas, aber auch andere Wale und Delfine gesehen, es war einfach faszinierend und wunderschön …

 Das Reise-Tagebuch: „10 Tage Tarifa“ ist als Taschenbuch oder als eBook bei Amazon erhältlich.  

 

 

Stimmen zum Buch:

Taschenbuch oder eBook bei Amazon 

 


An dieser Stelle möchte ich auch gerne einmal einen ganz tollen Film von Katharina Heyer vorstellen (Katharina Heyer ist die Gründerin von firmm e.V – mit ihrer Organisation habe ich alle Whale-Watching-Touren in Tarifa unternommen)

The Last Gigants von Katharina Heyer (deutsche Ausgabe)

Kurzbeschreibung

In der Straße von Gibraltar, der Meerenge zwischen Europa und Afrika, leben mehr verschiedene Walarten als irgendwo sonst auf unserem Planeten. Doch täglich entkommen einige der Meeressäuger nur knapp dem Tod, denn die Straße von Gibraltar ist auch die am meisten befahrene Wasserstraße der Erde. Die ehemalige Modeschöpferin Katharina Heyer hat es sich zum Ziel gesetzt, für einen besseren Schutz dieser bemerkenswerten Tiere zu sorgen und veranstaltet Fahrten zur bestmöglichen Beobachtung der Wale auf dem Meer, um Geld zu sammeln für ein Walhospital …

Bild- & Textrechte © Amazon

 


 

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