Als Autor/in auf Buchmessen?

Ich werde immer wieder von Freunden und auch Bekannten gefragt, warum ich auf Buchmessen fahre. Nun, zum einen, weil es mir einen wahnsinnigen Spaß macht, aber auch um meine Leser und Leserinnen persönlich kennen zu lernen, mit ihnen zu plaudern, manchmal sogar auch einen Kaffee mit ihnen zu trinken. Nicht zuletzt aber auch, um immer wieder meine Kollegen und Kolleginnen zu treffen, neue kennen zu lernen und einfach gemeinsam ein wirklich tolles Wochenende zu verbringen.

Für mich persönlich ist der Kontakt zu meinen Kunden sehr wichtig. So erfahre ich, ob meine Bücher ihnen weiter helfen, was ich vielleicht noch verbessern oder ändern kann, aber auch, um zu hören, was an meinen Büchern gut ist, was meinen Lesern/innen gefällt. Das wiederum spornt mich an, gibt mir auch wieder neue Ideen und Impulse für weitere Bücher.

Ihr glaubt gar nicht, wie schön es ist, bei diesen Buchmessen dabei zu sein. Dazu kommt, man wird mit der Zeit auch als Autorin immer bekannter. In Berlin gab es beispielsweise 2 ältere Damen, die im Jahr 2016 schon Kalender von meinem Tierschutzprojekt bei mir gekauft hatten, als ich auf der BuchBerlin2016 war. 2017 kamen sie wieder zu mir an meinen Stand und haben auch jeweils erneut einen Kalender gekauft und auch gleich für 2018 ihren Besuch angekündigt, mit dem Hinweis, dass sie dann gerne einen Hundekalender haben möchten. 😉  Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich sie überhaupt nicht wiedererkannt hatte – aber gut, bei so vielen Leuten, die man an so einem Tag trifft, nicht wirklich verwunderlich. Aber es ist echt schön, wenn die Kunden dann wieder kommen und es sind oft so schöne, nette Gespräche, die da zustande kommen. Ebenso im Jahr 2016 in Berlin war auch eine Leserin zu mir an den Stand gekommen und sagte, dass sie mich einmal persönlich kennen lernen wollte, weil ihr eines meiner Bücher so gut gefallen hatte. Wir haben ein paar Worte gewechselt, aber so schnell wie sie kam, war sie auch schon wieder weg 😉 Das sind die schöne Erinnerungen, die hängen bleiben und die vor allem diesen Buchmessen das gewisse „Etwas“ geben.

Im letzten Jahr, also 2017, war ich auch erstmalig in Hofheim/Taunus auf der Buchmesse. Auch da hat es mir sehr gut gefallen. Nun ja, es waren nicht viele Besucher da, aber, ihr Lieben, man muss auch mal die Kirche im Dorf lassen. Es war die erste Buchmesse überhaupt dort und es kamen an dem Wochenende auch dann gleich mehrere Dinge zusammen, die für die Buchmesse doch recht hinderlich waren. Zum einen hatten wir an beiden Tagen Temperaturen um die 30°C , wo ja fast jeder bei so einer Hitze im Schwimmbad verweilt, dazu kam noch, dass die Hessentage ganz in der Nähe stattfanden, wo wirklich jeder Hesse hin geht. Ilona und Dietmar hatten extra den Termin für die Buchmesse so gelegt, damit das nicht kollidiert, aber was will man denn machen, wenn die Stadt kurzerhand den Termin für die Eröffnungsfeier der Hessentage umlegt und dieser dann auf das gleiche Wochenende fällt. Dafür kann ja niemand etwas. Trotz allem und auch wenn nur wenig Besucher da waren, war es für mich eine tolle Buchmesse. Man hatte bedingt dadurch, dass wenig Interessenten/innen da waren, richtig Zeit, sich mit seinen Besuchern ausgiebig zu unterhalten, was ja bei „vollen“ Buchmessen oftmals gar nicht möglich ist. Eine liebe Bekannte von mir, die in der Nähe wohnt, kam und brachte noch eine Bekannte von sich mit, die dann letztendlich für mich zu einer neuen Leserin meiner Bücher wurde, mit der ich zusammen an meinem Stand gesessen habe und wir haben über Gott und die Welt geplaudert. Und genau das sind die tollen Dinge an den jeweiligen Buchmessen.

Ich kann wirklich jedem, der es eben finanziell kann, raten, auf Buchmessen als Aussteller/in zu gehen, zumindest wenn es euer Ziel ist, eure Bücher bekannter zu machen und wenn ihr als Autor vorwärts kommen wollt. Und, … es ist auch gar nicht so, dass die Besucher den „Selfpublishern“ gegenüber, voreingenommen sind. Klar, den einen oder anderen gibt es, aber ich habe oft erlebt, das genau das Gegenteil der Fall ist – die meisten sind offen, interessieren sich für die Autoren, die hinter den jeweiligen Büchern stehen und gerade auf den Buchmessen ist es für uns Autoren doch recht einfach, dass Besucher zu begeisterten Lesern unserer Bücher werden. Sie haben die Möglichkeit, vorher ins Buch zu schauen, ein paar Zeilen zu lesen und das wird oftmals gerne in Anspruch genommen und man kommt dadurch dann auch ins Gespräch. –  Ebenso in Berlin: Im letzten Jahr hatte ich die Situation, dass ein Besucher sehr interessiert war an meinem Buch: Azoren-Abenteuer. Wir haben uns eine Weile über dieses Reiseabenteuer unterhalten, letztendlich hat er das Buch gekauft, da er regelrecht „infiziert“ war und auch so eine Reise machen will.

Die Preise für die Teilnahme an Buchmessen sind recht unterschiedlich. Wenn ihr nicht viel Geld habt, schaut nach Buchmessen, die für euch finanziell möglich sind und dann probiert es doch einfach mal aus. Oder tut euch mit mehreren Kollegen/innen zusammen und macht gemeinsam einen Stand. Es ist eine tolle Möglichkeit, eure Leser und Leserinnen persönlich zu treffen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und auch eine Vertrauensbasis zu eurer Leserschaft aufzubauen. Ein Buch zu schreiben ist die eine Sache, es zu vermarkten, die andere …

Auch, wenn du dein Buch über einen Verlag herausgebracht hast, so kommst du nicht darum herum, mit für die Vermarktung zu sorgen. Und wo geht das besser, als auf einer Buchmesse? Wo bist du sonst näher an deinen Lesern/innen dran? Zudem besteht bei den Buchmessen ja auch immer noch die Möglichkeit, Lesungen zu halten – auch hier eine tolle Gelegenheit, deine Leserschaft zu erreichen. Und ja, schmeißt auch nicht gleich die Flinte ins Korn, wenn nicht gleich bei der ersten Buchmesse alles rund läuft – dann geht man halt auf die nächste und mit jeder Buchmesse steigert sich dein Bekanntheitsgrad.

 

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